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Geschichte des "Schwarz Vere"
Eine besondere Art der "Mitarbeiterwerbung" hatte der Räuberhauptmann "Schwarz Vere" alias Xaver Hohenleitner. Im Jahre 1819 trieb er sein Unwesen in der Nähe von Königseggwald und ließ Zettel an die Bäume heften. Darauf stand:
"Wer den Galgen nicht scheut, die Arbeit nicht freut, der komme zu mir, ich brauche Leut. Schwarz Vere".

Augenscheinlich hatte dieser Aufruf einigen Erfolg, denn immerhin gab es neben ihm 11 weitere Gesellen, dei zu seiner Bande zählten. Doch nicht nur Männer schlossen sich seiner Räuberbande an, auch Frauen waren mit von der Partie. So zum Beispiel seine Räuberbraut "Senze" alias Crescentia Tochtermann, genannt die Günzburger Crescenz. Die Gegend um Königseggwald, im Dreiländereck Hohenzollern, Baden und Württemberg, war für seinen Berufszweig natürlich absolut ideal. Nach einem Raubzug konnte man schnell in eines der benachbarten Länder wechseln und sich so den Nachstellungen durch die Justiz entziehen. Das dachte jedenfalls der "Schwarz Vere". Doch als er es allzu bunt getrieben hatte, muß ihm dabei ein Fehler unterlaufen sein. Ende 1819 wurde er von einem Forstgesellen gefangen genommen und an den Küchentisch auf dem ehemaligen Hofgut Uhl in Königseggwald gefesselt. Von dort wurde er dann nach Biberach in den Ehinger Torturm gebracht, wo er auf seine Verhandlung warten sollte. Die hat er jedoch nicht mehr erlebt. Im Turm wurde er - wie jeder weiß - während eines heftigen Gewitters vom Blitz erschlagen. |